Australian Open
Schon immer wollte ich einmal live bei einem Grand Slam Turnier dabei sein und endlich hat es geklappt. Die Australian Open sind das erste von vier Grand Slam Turnieren (French Open, Wimbledon, US Open) im Jahr und für Spieler sowie Fans etwas ganz Besonderes.
Nachdem wir früh morgens aus Tasmanien zurückgekehrt waren, kauften wir uns zwei Groundtickets für etwa 15 Euro und machten uns auf den Weg in den Melbourne Park, der sich mitten in der Stadt befindet. Schon auf dem Weg dorthin begegneten uns bunt angemalte Fans die singend Richtung Tennisanlage strömten, was uns ein wenig an unsere Fussball WM 2006 erinnerte. Die Anlage selber ist beeindruckend! Sie besteht aus zwei riesigen Tennistempeln: der Rod Laver Arena, der Hisense Arena sowie mehrere kleinen Stadien und zahlreichen einzelnen Courts. Dazu gibt es mehrere Bühnen, auf denen auch während der Spiele verschiedene Künstler und Bands auftreten. In den Grünanlagen sind riesige Leinwände aufgestellt, auf denen die Fans die Spiele in den Stadien live mitverfolgen können. Nebenher wird natürlich viel gebechert und einiges an Fast Food verschlungen. Alles in allem eine sensationelle Stimmung und einfach eine riesige Party.

Tennis haben wir uns dann natürlich auch angeguckt. Leider hatten wir etwas Pech mit den Ansetzungen, denn weder Raphael Nadal noch Roger Federer spielten an diesem Tag. Beide hätte ich gerne gesehen, da sie im Moment mit Abstand die beiden besten Tennisspieler der Welt sind. Also beschlossen wir, unsere deutschen Spieler zu unterstützen und begaben uns auf die Suche. Gar nicht so einfach, denn die deutschen Tennisprofis waren bis auf Tommy Haas im Einzelwettbewerb schon alle ausgeschieden.
Tja, die Zeiten in denen Boris und unsere Steffi alles abräumten sind leider vorbei und anscheinend geht es in Deutschland mit dem Profitennis weiter bergab.
Zu unserer Enttäuschung spielte Tommy Haas aber erst am nächsten Tag und dann auch noch gegen Nadal. Echt ärgerlich! Gesehen haben wir ihn aber dann beim Training. Eigentlich ein echt peinlicher Mensch, trainiert oben ohne, lässt sich von jungen Damen begaffen,stöhnt und tut so als wäre er schon im Finale (gegen Nadal hat er dann gestern richtig auf die Mütze gekriegt und glatt in drei Sätzen verloren). Wir haben uns dann ein paar Doppel mit deutscher Beteiligung (Anna-Lena Grönefeld, Chris Kas und Martina Müller) angesehen und hatten teilweise super Plätze nur ein paar Meter von den Spielern entfernt. Es ist schon unglaublich mit welcher Power und Präzision sich die Spieler die Bälle um die Ohren hauen. Sieht im Fernsehen viel langsamer aus.
Unser Highlight an diesem Tag war das Doppel mit den Williams Schwestern. Schon eine Stunde vorher platzte die Arena aus allen Nähten und wir waren froh einen der letzten Plätze zu ergattern. Allerdings direkt in der Sonne und die Michi stand schon kurz vor einem Hitzeschlag. Mit viel Wasser und ein paar Sandwich konnten wir das Match dann aber doch geniessen. Der Spielverlauf war dann so wie es alle erwartet haben. Nach einer Stunde siegten die Schwestern ganz locker in zwei Sätzen und kamen dabei nicht mal ins Schwitzen.
Einen Aufreger gab es aber dennoch. Kurz vor Ende kam ein Flitzer auf den Platz gehopst, entblößte sich und tanzte vor Venus und Serena, bevor er unter grölendem Applaus in die Katakomben verschwand. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, die beiden Glamour Girls des Tennis mal live zu erleben.
Also wer sich irgendwann mal im Januar in Melbourne befindet, sollte sich die Australian Open nicht entgehen lassen. Es ist immerhinL das grösste Sportevent in Australien und auch Leute ohne Tenniserfahrung kommen auf ihre Kosten.
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2 Comments
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[...] Australian Open [...]
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Ja saugeil… schöner Artikel. “Peinlicher Mensch”, haha ich habe sehr gelacht…
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Ja saugeil… schöner Artikel. “Peinlicher Mensch”, haha ich habe sehr gelacht…