07.05.09 West Coast: Pinnacles to Monkey Mia
aloha, da sind wir mal wieder mit einigen tollen erlebnissen aus den letzten 10 Tagen seitdem wir Fremantle verlassen haben.
Der Abschied war natürlich schon sehr traurig und gerade in den ersten 1-2 Tagen haben wir den Komfort, den man mit einem Dach über dem Kopf hat, sehr vermisst. Mittlerweile wird es hier ja schon gegen 6 Uhr dunkel, so dass die Tage doch recht kurz sind, vor allem verglichen mit unserer Zeit vor Perth als es erst um 9 Uhr dunkel wurde - beim reisen macht das schon einen großen Unterschied…es wird halt Winter hier down under. Entsprechend waren wir auch teilweise wirklich schon um 7 Uhr im Bett, gefroren haben wir auch wie die Schneider und dann haben wir natürlich auch Teresa und Savanna total vermisst…aber mittlerweile sind wir schon so weit nördlich, dass das Kältethema zumindest nicht mehr aktuell ist und wir wieder abends in Shorts und T-Shirt draussen sitzen können…aber gut, reden wir nicht mehr übers Wetter, wir haben viel interessanteres zu berichten :)
ich versuchs mal chronoligisch…
erste station nach Perth waren die Pinnacles, eine Wüste mit unzähligen…ja äh Pinnacles :) nette Fotokulisse, die wir gerade so zum Sonnenuntergang erreicht haben *puh* naja, außer Fotos kann man dort auch nicht viel machen. Weiter gings nach Kalbarri - eine kleine süsse Stadt in der die Restaurants mittags geschlossen haben, da der Wirt draussen ist, um das Abendessen zu fangen. Da haben wir uns dann doch mal ein “Auswärtsdinner” gegönnt, denn es ist kaum zu glauben, aber fangfrischer Fisch ist hier oftmals eine Seltenheit. Meist ist alles tiefgefroren und frischen Fisch zu kaufen grenzt fast an eine Utopie. Wir haben nun auch herausgefunden warum: Die Aussis gehen einfach immer selber angeln und sofern rentiert sich der Verkauf wohl einfach nicht.
Ja also Kalbarri…in der Nähe der Stadt gibt es eine kleine Great Ocean Road mit tollen Cliffs und vor allem vielen Delfinen, die man aus der Vogleperspektive beim spielen und fischen beobachten konnte…das war schon mal beeindruckend und zu dem Zeitpunkt wußten wir ja noch nicht, was für eine Rolle Delfine in den kommenden Tagen für uns spielen würden.
Nachdem wir uns in Kalbarri einen Reifen zerstört haben (ja ich weiß, wir haben echt ein Pech mit der Karre) gings in den Kalbarri National Park.
Hier haben wir unsere Rucksäcke gepackt und uns das erste Mal zu einem Overnighthike aufgerafft. Wir sind an einem Canyon entlanggewandert und haben dann im Canyon an einem kleinen Strand geschlafen…auch wenn der Rucksack scheisse schwer war und die Fliegen uns fast in den Wahnsinn getrieben haben, für das Erlebnis, den Strenenhimmel und das morgendliche Bad im Fluss nimmt man auch sowas hin :)
Seit Freitag letzter Woche sind wir nun in Shark Bay - wieder eine World Heritage Area. Shark Bay besteht aus zwei Buchten in denen es von wildlife nur so wimmelt. Der Salzgehalt ist hier zweimal höher als im Indian Ocean und dadurch gibt es neben Stromatolithen (erste Lebensform auf unserer Erde) besonders viele sharks, dolphins, turtles und dugongs. Die Dugongs sind wohl besser als Seekühe bekannt und sehr scheu. Da in Shark Bay aber die größte zusammenhängende Seegrassfläche der Welt existiert und die dugongs darauf wohl total abfahren, leben hier 10.000 der lustigen Kreaturen, was ungefähr 10% der Gesamtpopulation ausmacht. Ok, genug Biologieunterricht für heute.
Wir sind nun in Monkey Mia gestrandet, der ein oder andere von Euch hat vielleicht schonmal davon gehört, denn Monkey Mia ist weltberühmt für die wilden Delfine, die jeden Morgen zur Fütterung an den Strand kommen. “wilde” Delfine?? “jeden” Morgen??? ja, ich weiß was ihr denkt und sehe das genauso, aber was soll ich sagen, auch wenn es eine tierische Tourigeschichte ist, so ist es doch faszinierend, diese unglaublichen Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.
Zur Fütterung werden Volunteers eingesetzt, die die Ranger unterstützen und Leute aus dem Publikum am Strand auswählen, um die Delfine zu füttern. Ich hab einfach mal nachgefragt, ob es freie Volunteerplätze gibt und hatte ein Schweineglück, da die Plätze normalerweise für Monate ausgebucht sind. Also lange Rede gar kein Sinn, seit ein paar Tagen bin ich nun bei den Fütterungen am Start und erlebe die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes hautnah im Wasser.
Da ich mir das mit den Delfinen gar nicht so richtig vorstellen konnte, will ich hier mal kurz erzählen, wie das so abläuft. Also morgens gegen halb 8 kommen dank innerer Uhr so zwischen 8 und 15 Delfine direkt an den Strand geschwommen, spielen rum, posen und springen auch schon mal spektakulär durch die Gegend. Zu der Zeit finden sich dann auch so 150 bis 200 Leute am Strand ein und ein paar Ranger erzählen den Leuten dann die Geschichte der Delfine, wie das mit den Fütterungen aus Menschenhand vor 30 Jahren begonnen hat und vor allem, dass man die Delfine auf keinen Fall anfassen soll. In der Zeit fange ich mit den anderen Volunteeren an, die Fische aufzutauen - ja auch die Delfine bekommen tiefgefrorenen Fisch ;)
Es werden immer die gleichen 5 Delfine mit ca 5-6 Fischen gefüttert, diese Delfine sind in einem “Researchprogram” und es wird stark darauf geachtet, dass die Delfine nicht zu viel Fisch bekommen, damit sie das jagen nicht verlernen. Jeder Volunteer bekommt dann einen Eimer mit den Fischen für einen bestimmten Delfin. Ich stehe dann im Wasser neben dem Delfin, der seinen Kopf oder Bauch an mein Bein drückt, mich in freudiger Erwartung anguckt, mich angackert und quasi zu sagen scheint “wo bleibt mein frühstück” Gerne atmen sie einem auch direkt ins Gesicht und ich kann nur sagen, Delfine haben einen ganz üblen “Mundgeruch”.
Ich suche dann nacheinander Leute aus dem Publikum, die jeweils einen Fisch verfüttern dürfen…ach es macht echt Spaß jeden Tag ein paar Leute glücklich zu machen :)
ihr könnt Euch vorstellen, dass das wirklich total überwältigend ist, es ist eine unglaubliche Erfahrung da im Wasser zu stehen und faszinierender Weise hat wirklich jeder der fünf Delfine seinen eigenen Charakter. Der eine schnappt das Essen weg, der nächste spielt mit dem Fisch, der nächste klebt fast an meinem Bein, übrigens ein Weibchen, das schwanger ist, als wollte sie mir zeigen, guck mal da, fühlst du mein Baby? ganz ganz krass!!
Nach der Fütterung hauen die Delfine dann ab und tauchen aber meist noch zu 1-2 weiteren Fütterungen in den nächsten Stunden auf - oder eben auch nicht, was dann oft zu langen Gesichtern beim Strandpublikum führt, aber auch bei uns Volunteers.
Ja, ansonsten gibt es hier in Monkey Mia nicht viel zu machen. Wir haben gleich am ersten Abend hier ein paar nette Mädels aus Köln kennengelernt mit denen wir hier rumhängen und jeden Mittag nach meiner “Arbeit” stellt sich die Frage: beach, beach oder doch lieber beach? Gestern gabs dann mal was Abwechslung im Programm und wir waren zu viert im Francois Peron National Park und haben stundenlang Sprungfotos in den roten Dünen gemacht und uns angesichts der umherschwimmenden Dugongs und der Massen an Vögeln wie in einem Tierfilm gefühlt.
Ach ja die scheuen dugongs haben wir am ersten Tag bei einem wildlifecruise auf einem Catamaran schon beobachten können, das war noch zu der Zeit, als wir dachten wir bleiben nur eine Nacht und müssen schnell alles machen, was man hier so machen kann *gg*
Ach ich muss euch noch von Helena und Terry erzählen, einem Aussie-Renter-Pärchen, das uns quasi adoptiert hat. Vor ein paar Tagen saßen wir, wie jeden Abend, am Strand beim Sonnenuntergangsbierchen, die Delfine schwimmen vorbei, das Wasser färbt sich rosarot, der Himmel brennt, irgendwo erklingt ein Digeridoo und die Pelikane posen für das etwas andere Sonnenuntergangsfoto - oh mein Gott, das hört sich alles so kitschig an, aber genau so ist es.
Anyway, also vor ein paar Tagen sah ich ein paar Aussies abends am Strand ihren Fisch ausnehmen und fragte, ob man Ihnen n bisschen frischen Fisch abkaufen könne. Ja ne das geht nicht, ist verboten, aber morgen sollen wir wieder kommen, dann fangen sie für uns auch n bisschen was mit. Gesagt getan und am nächsten Tag haben wir uns dann an gegrilltem Fisch und auch frischem Hai sattgegessen…der Hai war so naja, aber da Helena und Terry, die seit 30 Jahren hier Urlaub machen, uns unbedingt auch den Aussie-way-der Fischzubereitung zeigen wollten, gabs am nächsten Tag nochmal shark und ich muss sagen, Helena hats echt raus und ich bin jetzt ehrlich gesagt echt begeistert.
Traue es mich ja kaum zu sagen und ist das politisch überhaupt korrekt Haie zu essen? Also die beiden gehen jeden Tag raus zum fischen und die letzten Tage gabs dann auch wieder frischen Fisch für uns, morgens wurde ich zum Aussie-brekki vor der Delfinfütterung eingeladen - schön mit bacon, eggs and tomatoes from grill. Nebenbei bekommen wir noch blutige lessons im Zerlegen vom catch of the day und zusätzlich gibts einen Einblick, wie das Monkey Mia der Aussies ist und wie es hier früher war…ohne Backpacker und 200 Leute am Strand, die die Delfine füttern wollen.
Morgen gehts weiter nach Coral Bay, wo wir Michis 30. feiern wollen - dort warten die Kölner Mädels auf uns und hoffentlich auch ein paar whale sharks mit denen ich natürlich gerne schwimmen gehen würde… *gg*
Alles Erlebte gibt es natürlich wieder fotografisch festgehalten in einem Album…viel Spaß beim gucken!
Große Umarmung in die Heimat
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hi
sharks bay ist übrigen ein geschichtsträchtiger ort , in der nähe liegen die hsk komoran ein deutscher hilfskreuzer , der im wk2 erst die hmas sydney versenkt hat dann aber leider selbst unterging .nationales aussie trauma , ihr modernstes kriegsschiff von nem hilfkreuzer versenkt .
claus
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hi
sharks bay ist übrigen ein geschichtsträchtiger ort , in der nähe liegen die hsk komoran ein deutscher hilfskreuzer , der im wk2 erst die hmas sydney versenkt hat dann aber leider selbst unterging .
nationales aussie trauma , ihr modernstes kriegsschiff von nem hilfkreuzer versenkt .
claus