New Zealand Part 3 - steaming North Island
Hihi, mittlerweile ist auch schon unsere Woche in Fiji rum und der fertige Blog gammelte mit in der Hängematte oder irgendwo zwischen endlosen Strandspaziergängen und Islandhopping in Nussschalenbötchen…ach stimmt, das ist hier ja noch gar nicht der Fiji Blog *gg* also psst und lest erstmal über die letzten Tage in Neuseeland, Bilder sind hier im Album und Fiji gibbet dann beim nächsten Mal :)
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Die Zeit rennt, kaum zu glauben, dass die 4 1/2 Wochen in Aotearoa (Neuseeland auf maori;)) schon wieder vorbei sind. Gerade sitzen wir im Flugzeug nach Fiji, aber ich will noch schnell etwas über die letzten Tage in New Zealand loswerden:

Ein unglaublicher Augenschmaus waren unsere Tage im Tongariro National Park, der die Kulisse für Mordor bei der Herr der Ringe bot. Entsprechend fasziniert sind wir in Gedanken an Gollum, Aragon und Sauron um die Vulkane gefahren, gewandert und auch gekraxelt.
Die 3 Vulkane, wovon Ruapehu erst 1996 das letzte Mal ne riesige Aschewolke ausgepustet hat, bestimmen die Landschaft massgeblich, drumherum ist entweder flaches Buschland oder Aschewüste. Natürlich gibts hier unheimlich tolle Wanderwege mit nahezu unbegrenzeten Möglichkeiten, die von 30min strolls zu multi day tracks reichen - manchmal fällt es uns echt schwer uns zu entscheiden, denn überlall in Neuuseeland gibt es viele vom Department of Conservation ausgeschilderte Tracksund wir sind mittlerweile so angefixt, dass wir fast täglich die trekking boots schnüren.
Aber eins war die ganze Zeit klar, wir wollen den tongariro alpine crossing am Fusse des Schicksalsberges machen, seines Zeichens “best day walk” in NZ. Dementsprechend viele zieht es dort tagtäglich auch hin, etwas ungewohnt für uns, da wir sonst fast immer alleine wandern - dank offseason. Hier ist das was anderes, aber gut, es sei den anderen auch gegönnt, denn die Kulisse ist einfach sa-gen-haft.
Morgens um 7 gings im Nebel auf 1100m los, insgesamt kraxelt man auf 1900 Meter, um dann durch mehrere Krater zu wandern und die smaragdgrünen Seen dazwischen zu bewundern.
Während man beim Aufstieg durch Lavageröll und Asche teilweise dem Motto zwei Schritte nach vorne, einer zurück folgt, gleicht der Abstieg dann einer Rutschpartie, die manche auf dem Hosenboden “begehen”. Die Farben sind unglaublich und kaum zu beschreiben, denn die Krater sind kaminrot, goldgelb und lavaschwarz, dazu der blaue Himmel, die Seen und wie gemalt noch ein paar schneeweisse Wolken am Himmel - hört sich traumhaft an und natürlich habe ich jede menge Fotos gemacht…
nur um am Parkplatz festzustellen, dass ich die volle Speicherkarte mit allen Fotos verloren habe - deshalb auch die ausführliche Beschreibung;) Wer mich kennt, weiss das war ein Schock, der dem genialen Tag leider einen Dämpfer zum Abschluss gab…aber immerhin hab ich noch einige Bilder vom Aufstieg, alles was danach kam ist leider nur in meinen Synapsen abgespeichert.
Nachdem der Schock des Verlusts verdaut und sämtliche lost&found-Möglichkeiten in einem Akt der Verzweiflung informiert waren, gings weiter nach Rotorua, dem stinkenden Dorf. Die Gegend ist geothermisch sehr aktiv, es müffelt nach faulen Eiern, dampft überall aus dem Boden, Geysire spuken und Schlammlöcher blubbern. Da das Ganze aber stark touristisch ist, die Geysire teilweise mit Waschmittel pünktichst zum Ausbruch gebracht werden und das Bestaunen derselbigen 25€ kostet, haben wir uns die ganze Geschichte mehr oder weniger geschenkt - zumal der Gestank wirklich übelst ist :D

2 Tage haben wir noch am East Cape verbracht, leider wieder mit relativ miesem Wetter, aber wenn es nicht in Strömen giesst, sind wir ja schon glücklich - so weit ist es schon mit uns gekommen…die Abhärtung für den deutschen Winter zeigt also erste Erfolge ;)
Ja, also das East Cape, die Gegend ist sehr einsam, die Küste wild und der Wind beisst. Landschaftlich auf jeden Fall lohnenswert, aber von den vielen Maoris, die dort leben, bekommt man leider nicht viel mit. Aber wir saßen eh viel im Auto, denn die Strecke war doch viel zeitintensiver als geplant…die Strassen hier sind echt zeitraubend, was nach ner halben Stunde auf der Karte aussieht entpuppt sich nicht selten als 2 Stundentour -
kurvig, eng und von den lebensmüden Kiwis, die wie die Säue fahren, mal ganz zu schweigen. Irgendwann standen wir dann auch am östlichsten Leuchtturm der Welt auf 178° östlicher Breite. Das mit dem “östlichsten” ist natürlich schwierig bei der Form unserer Erde, aber die East Caper rühmen sich zumindest damit, die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages zu sehen…wir haben dieselbigen dann fast verschlafen ;)
Plötzlich und eigentlich das erste Mal in der ganzen Zeit ist uns dieselbige weggelaufen und wir konnten dann doch nicht mehr alles sehen und machen, was wir wollten - zumindest nicht, wenn wir das Auto auch mal verlassen wollten. Also wurde kurzerhand Northland, die Region nördlich von Auckland, mit klingenden Namen wie Bay of Islands von der Liste gestrichen und auch das Tauchparadies “poor knights” musste poor Michi skippen, somit gibts aber auch nen Grund nochmal wiederzukommen :)
Die letzten paar Tage haben wir dann gemütlich auf der Coromandel Peninsula verbracht oder besser verwandert. Zu sehen gabs das “Übliche”: dichte Wälder, mehrstufige Wasserfälle, mäh-ende Schafweiden, steile Küsten und lange Strände - klingt immer gleich und ist doch immer anders, diesmal war der Sand häufig vulkanischer Abstammung also schwarz und vorbei gings oft an ganz alten Kauribäumen, die leider früher wegen ihres harten Holzes als Masten für Segelboote gefällt wurden…

Schliesslich haben wir es dann doch noch geschafft, uns an einem Hot Water Beach einzubuddeln: an einigen Stränden auf der Nordinsel verläuft eine heisse Quelle direkt am Strand. Bei Ebbe wird dann der halbe Beach in kleine Thermalbadewannen umgegraben, in denen man erst heissgekocht und dann im Meer abgekühlt wird.
Da die Ebbe um 7Uhr morgens war, hatten wir die Hoffnung auf ein ruhiges Morgenbad - aber Pustekuchen! Als wir ankamen, war der Strand noch fast jungfräulich, doch keine 2 Stunden später war eine Badewanne neben der anderen entstanden und die Gräber waren zu 80% Deutsche: Jaquline ist das Wasser zu heiss, Rene muss mal pipi, “aber nicht in den Pool” kreischt Susi…ach nee, sind wir denn auf Malle hier? War aber trotzdem ganz witzig, vor allem weil wir gleich zweimal graben mussten. In unserem Eifer haben wir vergessen das Wasser zu testen, so dass wir zunächst einen Pool mit ca 60 Grad heissem Wasser hatten - der zweite dann aber wohltemperiert:)
Gestern haben wir dann unser Auto in Auckland abgegeben und die Stadt ein bisschen besichtet. Wäre auf jeden Fall auch ein netter Wohnsitz mit viel Lebensqualität. “city of sails” sagt ja schon alles, dann noch Vulkane, die die Landschaft prägen und nirgendwo ist das Meer und die Strände weiter als 15min entfernt…wenn das Fuss fassen in Köln also nicht mehr klappt, wäre das auch noch ne Alternative ;)
So, jetzt gibts aber erst nochmal ein paar Tage Südseefeeling. Wir freuen uns riesig, die Fleeceschichten am Flughafen zu verstauen und der Bikini ist schon griffbereit, Taucherbrille auch…:)
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